Motoren
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DLM-S3a: Technische Beschreibung / Geschichtliches<zurück< >weiter> Laubsäge & LötkolbenDruckluftmotoren (oder auch CO2-Motoren; Druckgasmotoren) stammen von der Dampfmaschine ab. Dennoch hat es bis ca. 1900 gedauert, bis kleine Motoren die dem DLM-S3a ähnlich sind, gebaut wurden. Anlaß war der Modellflug der eine leistungsfähigere und zeitgemäßere Antriebskraft als den Gummimotor suchte. Anfangs wurden solche Motoren mit Druckluft betrieben. Man umwickelte Papprohre mit Draht und verstärkte sie mit Lack um diese Behälter dann mit einer Fahrradluftpumpe aufzupumpen. Diese Drucklufttanks dienten dann oft gleich als Flugzeugrumpf. Weil die Druckluft nicht sonderlich kompakt speicherbar ist, kam man schon bald (ca. 1910) auf CO2 als Speichermedium. Solche CO2-Motoren (auch despektierlich "Sprudelmotor" genannt; wer es sich leisten kann, betreibt sie sogar an Champagner-Magnum-Flaschen) waren kurz darauf käuflich zu erwerben. Da Modellbauer aber alles selbst bauen wollen, tauchten konsequenterweise bald Anleitungen zum Selbstbau auf. Auf solch einen Plan von 1933 basiert der DLM-S3a, allerdings mit einigen Änderungen. Bei der Originalkonstruktion ging man davon aus, daß als Werkzeuge Bohrer, Feilen, eine Laubsäge und ein Lötkolben zur Verfügung steht. Den Gedanken setzt das vorliegende Motörchen fort, indem es bei der Herstellung auf handwerkliche Arbeit setzt und nicht auf Massenproduktion mit Stanzwerkzeugen, Gußformen und computergesteuerten Bearbeitungsmaschinen. Der DLM-S3a ist also ein reines Handarbeitsmodell in Kleinserie. Das filigrane, luftige Erscheinungsbild blieb somit erhalten. Ein weiterer, aber entscheidender Unterschied ist die Art des Antriebes. Weil die CO2-Flaschen relativ teuer sind, wird der DLM-S3a durch Blasen (oder Saugen für Rückwärtslauf) angetrieben. Der dazu nötige Druck ist so niedrig, daß auch ein Luftballon als Energiespeicher verwendet werden kann. So bedient er sich einer allzeit verfügbaren preiswerten Antriebsquelle und ist dadurch als Schreibtischmodell besonders geeignet. Dennoch läßt er sich an kräftigeren Energiequellen wie CO2 oder konventionell (Kompressor) erzeugter Druckluft betreiben. Freund & FeindDer DLM-S3a ist für Freunde der Motorentechnik oder technischen Spielzeugs gedacht, die sich das Modell auf den Schreibtisch oder in eine Vitrine stellen wollen und ihn zur Ablenkung kurz laufen lassen, oder sich nur am Anblick erfreuen wollen. Wer will, kann ihn auch in einem Freiflugmodell betreiben (zusammen mit einem Druckspeicher), darf aber dann nicht enttäuscht sein, wenn nach einer unsanften Landung der Motor Schaden nimmt. Mechanik & MinutenglückWie funktioniert die Steuerung? Das Rohr, das vom Druckgasbehälter kommt und in das "Kurbelgehäuse" geht, trifft an der Kurbelwelle (KW) auf eine umlaufende Nut, so daß in jeder KW-Stellung Druck ansteht. Von diesem Spalt geht eine Abflachung in der KW bis zu den 3 Rohren, die an die Zylinder gehen, vor. Über diese Abflachung kann nun (gespeist über die Nut) im oberen Totpunkt Gas in den "Brennraum" gelangen und somit den Kolben nach unten drücken. Genau gegenüber der Abflachung ist eine Bohrung, die auf eine Längsbohrung in der KW trifft (man sieht diese Längsbohrung von der KW-Rückseite). Eben diese Bohrung gegenüber der Abflachung ermöglicht das Ausblasen des Gases wenn der Kolben zurück nach oben geht. Die Rohre vom Kurbelgehäuse zum Zylinder werden somit abwechselnd in beide Richtungen von Gas durchströmt. Andere Lösungen haben im Zylinderfuß Bohrungen die der Kolben im unteren Totpunkt freigibt. Allerdings muß das verbleibende Restgas im Zylinder beim Weg des Kolbens nach oben wieder verdichtet werden, wobei Leistung verloren geht. Literatur & LetztesWer sich für den Betrieb CO2-Motoren interessiert, dem sei das Buch "CO2-Motoren und ihr Einsatz" von Klaus Jörg Hammerschmidt; Neckar-Verlag; ISBN 3-7883-0632-7 empfohlen. Allgemeiner zu dem Thema Modellmotoren das Buch "Die Deutschen Motoren für Modelle" Technische DatenDruckluftbetriebener 3-Zylinder Sternmotor mit Drehschiebersteuerung. Für niedrigste Drücke optimiert.
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