Aus der Werkstatt: Mini-Entgrater
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Bei einem kleinen Bauteil (DLM-S3a) stand ich vor folgendem Problem:
Eine Bohrung 6mm in einem Drehteil wird rechtwinklig von drei Bohrungen 3mm "durchstochen". An den Verschneidungen entsteht ein Krat, der, da die 6mm-Bohrung gerieben ist und ein Lager ist ,entfernt werden musste. Nur, das ist verdammt eng, und es gibt kein fertiges Werkzeug, mit dem man an die Stelle kommt.
Leicht verzweifelt, und einem bereits ruinierten Lager hab ich eine Anfrage an die Newsgroup rec.crafts.metalworking gestellt. Dort kam Ted Edwards auf eine geniale Idee.
Die Ausführung möchte ich hier kurz beschreiben: |
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Der erste Schritt ist das Biegen eines 2mm Silberstahls um 45 Grad. Dazu habe ich aus einem Abfallstück eine Hilfe gebaut. 2mm Bohrung, 90 Grad Senkung. Mit einem Durchschlag kann man so das herausragende scharf umbiegen, ohne die geraden Teil zu verbiegen. |
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Oben der Entgrater selbst nach dem feilen, härten, schleifen und abziehen. Darunter die Führungsbuchse.
Der Trick warum diese Idee so gut funktioniert ist folgender:
Der Entgrater muß in einer Buchse geführt werden. Der Entrgrater darf, damit er in die Bohrung paßt an der dicksten Stelle nur knapp 3mm messen. So kann er in die Bohrung eingeführt werden. Dann wird von hinten die Messingbüchse übergeschoben und diese in die Bohrung gepreßt (leichte Presspassung).
Jetzt ist der Entgrater exakt zentrisch geführt und verbiegt sich nicht mehr. |
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Damit man den Entgrater drehen kann, wird er in einen Griff gespannt. Hier sieht man auch das zu Entgratende Teil und in der Bohrung die Klinge schimmern. |
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